
Wer in eine Arztpraxis kommt, wird nach nur kurzer Zeit nach seiner Versichertenkarte gefragt. Was aber, wenn jemand keine Versicherung hat? Diese Menschen sind meist auf spezielle Hilfsangebote angewiesen. Die Malteser-Sprechstunde im Siegener Häutebachweg ist so eine Anlaufstelle. Hier wurden im letzten Jahr fast 90 Behandlungen durchgeführt. Versorgt werden u.a. Obdachlose oder Menschen, die sich im Kirchenasyl befinden. Eine breite Vernetzung mit Kirchen, anderen Institutionen und Vereinen ermöglicht darüber hinaus weitere Hilfe. Die Patienten kommen überwiegend aus Deutschland und sind in den allermeisten Fällen Männer. In der Sprechstunde sind abwechselnd ein Internist, zwei Allgemeinmediziner und drei Neurologen sowie mehrere Krankenschwestern und weitere Mitarbeiter im Einsatz. Sie alle arbeiten ehrenamtlich. Die Sprechstunde wird über Spenden finanziert.