
Siegen rüstet 13.000 Straßenlampen auf moderne LED-Technik um
Die Stadt Siegen tauscht aktuell im gesamten Stadtgebiet rund 13.000 veraltete Straßenlaternen gegen moderne LED-Leuchten aus. Dieses Millionenprojekt soll den Stromverbrauch massiv reduzieren und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
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Erfahrt hier, warum der Austausch aus Sicht der Stadt Siegen für die Stadtkasse und die Umwelt so wichtig ist.
Enormes Sparpotential
Mit der neuen LED-Technik will die Stadt Siegen jedes Jahr rund 678.000 Kilowattstunden Strom einsparen. Das entspräche einer Senkung des Verbrauchs um bis zu 80 Prozent im Vergleich zur alten Technik. Bei einem Strompreis von etwa 40 Cent pro Kilowattstunde soll das den städtischen Haushalt spürbar entlasten.
Umwelt im Fokus
Durch die Umrüstung könnte der CO2-Ausstoß über einen Zeitraum von 20 Jahren um 5.910 Tonnen reduziert werden. Ein weiterer Vorteil sei die geringere Lichtverschmutzung, da die neuen Leuchten gezielter dorthin strahlen, wo das Licht gebraucht wird. Davon sollen vor allem die heimische Flora und Fauna sowie die Sicht auf den Sternenhimmel profitieren, sagt uns Siegens Bürgermeister Tristan Vitt am Mikrofon von Radio Siegen.
„Wir müssen unsere Infrastruktur modernisieren. Wir wollen Energie sparen. Wir wollen unsere CO2-Emissionen reduzieren.“ - Tristan Vitt, Bürgermeister
Smarte Lichtsteuerung
Ein besonderes Merkmal der neuen Beleuchtung ist die nächtliche Absenkung zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr. In dieser Zeit wird das Lichtniveau automatisch auf rund 42 Prozent reduziert, um noch mehr Energie zu sparen. Trotz dieser Dimmung soll die Verkehrssicherheit laut Stadtverwaltung aber jederzeit voll gewährleistet sein.
Arbeiten im Viertel
Derzeit sind Spezialisten aus der Schweiz mit Hubsteigern im Stadtgebiet unterwegs, um die teils über 50 Jahre alten Lampen zu ersetzen. Im ersten Bauabschnitt werden rund 4.700 Leuchten in Weidenau, Geisweid und Sohlbach modernisiert. Trotz kleiner technischer Verzögerungen durch lückenhafte Dokumentationen alter Leitungen gehen die Arbeiten voran.
„Straßenbeleuchtung ist ein bisschen wie Trinkwasser. Man nimmt das immer erst wahr, wenn es nicht mehr da ist.“ - Tristan Vitt, Bürgermeister
Investition in Zukunft
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 5,5 Millionen Euro, wobei der Bund die Maßnahmen mit Fördermitteln bezuschusst. Nachdem die Mastleuchten ausgetauscht sind, folgen in einem weiteren Schritt dekorative Lampen und Seilleuchten. Die Stadt hatte die Beleuchtungsanlagen erst Anfang 2024 vollständig von Westenergie übernommen.



