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Langer Verhandlungstag am Landgericht Siegen
© Bernd Müller
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Langer Verhandlungstag am Landgericht Siegen

Langer Verhandlungstag am Landgericht Siegen: Im Mordprozess gegen einen 28jährigen Mann sind gestern 15 Zeugen gehört worden: unter anderem Polizeibeamte und die Witwe des Getöteten. Der Angeklagte soll im April auf dem Parkplatz des „Tannenhofs“ bei Rudersdorf einen 43jährigen mit mehreren Messerstichen getötet haben. 

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Es war ein langer Verhandlungstag gestern vor der Schwurgerichtskammer des Siegener Landgerichts. Im Mordprozess gegen einen 28jährigen Mann sind 15 Zeugen gehört worden: Polizeibeamte, die Witwe des Getöteten, Mitbewohner des Opfers, ein Unternehmer und Hausverwalter sowie eine Dolmetscherin. Der Angeklagte soll im April auf dem Parkplatz des „Tannenhofs“ bei Rudersdorf einen 43jährigen mit mehreren Messerstichen getötet haben. Angeblich soll er dem Opfer 20 000 Euro geschuldet haben – er konnte das Geld nicht zurückzuzahlen. Sein Verteidiger hakte gestern immer wieder nach, wann und wie der Beschuldigte – der kein oder nur schlecht Deutsch spricht oder versteht - in der Tatnacht von der Polizei über seine Rechte belehrt wurde. Polizeibeamte sagten, dass sie damals den Eindruck hatten, der 28jährige wäre „stolz“ auf seine Tat gewesen. „Ist Arschloch tot?“ soll er immer wieder gefragt haben. Die Witwe schluchzte bei ihrer Aussage: ihr Mann sei nur 43 Jahre alt geworden. Beide seien aus Moldawien nach Deutschland gekommen, um Geld zu verdienen, die beiden Kinder sollten später nachkommen. Der Prozess wird am 24. November fortgesetzt.

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