
Landrat mahnt an: Versorgung von Schutzausrüstung ist kritisch
Deutschland weit fehlt es an Schutzmasken und Desinfektionsmittel. Die fünf südwestfälischen Landräte haben in einem Schreiben an den nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf die kritische Versorgungslage mit Schutzmaterialien für die niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte hingewiesen.
Veröffentlicht: Freitag, 03.04.2020 15:56
Landrat Andreas Müller fordert eine bessere Schutzausrüstung für unsere heimischen Ärzte. In einem Schreiben an den nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann weisen die fünf südwestfälischen Landräte im Rahmen der Corona-Pandemie auf die kritische Versorgungslage mit Schutzmaterialien für die niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte hin. Für die Krankenhäuser, die stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen sowie die Einrichtungen der Eingliederungshilfe habe das NRW-Gesundheitsministerium mit Erlass vom 24. März die Ausstattung mit persönlicher Schutzausrüstung übernommen. Gleichzeitig sei festgelegt worden, dass niedergelassene Ärzte nicht aus diesen Lieferungen zu versorgen seien und eine gesonderte Verteilung über das Bundesministerium für Gesundheit und die Kassenärztlichen Vereinigungen vorgesehen ist. „Doch offensichtlich sind weder die Kassenärztliche noch die Kassenzahnärztliche Vereinigung in dieser Hinsicht handlungsfähig“, stellt Andreas Müller fest: „Stattdessen gehen tagtäglich Anrufe und Mails der niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte in den Krankenhäusern und bei uns in der Kreisverwaltung ein, die eine Unterstützung bei der Ausstattung erwarten.“