
Nach dem gewaltsamen Tod eines dreijährigen Jungen in Lennestadt wird heute das Urteil gegen den geständigen Vater erwartet. In dem Mordprozess vor der Schwurgerichtskammer des Siegener Landgerichts hatte der Mann ausgesagt, er habe seinen schlafenden Sohn im Mai erdrosselt, auf eine Matratze gelegt und diese angezündet. Er habe die Tat nicht geplant, unter Einfluss von Alkohol und Drogen gestanden und nach der Trennung von der Mutter des Kindes stark unter Druck gestanden. Die Staatsanwaltschaft geht von heimtückischem Mord aus und fordert lebenslange Haft. Sie wirft dem Mann vor, er habe den bewusstlos gewürgten Jungen auf eine Matratze gelegt und diese mit Brandbeschleuniger angezündet. Das Kind habe zu diesem Zeitpunkt noch gelebt, sei erst durch die Verbrennung auf grausamste Weise gestorben. Auch die Verteidigung hatte erklärt, sie halte eine lebenslange Haft für angemessen.