
Landgericht Siegen
Im abgetrennten Verfahren des „Burbach-Prozesses“ gegen einen ehemaligen Wachmann ist es gelungen, in Serbien einen wichtigen Zeugen aufzuspüren. Die Strafkammer verspricht sich viel von seiner Aussage. Am 4. Dezember soll der Mann deshalb online per Video aus Belgrad ins Siegener Landgericht geschaltet und befragt werden.
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Der abgetrennte Prozess gegen einen ehemaligen Security-Mitarbeiter in der damaligen Burbacher Flüchtlingsunterkunft nähert sich dem Ende. Am Mittwoch hat der Angeklagte von sich selbst erzählt. Er wurde in Görlitz als mittleres von drei Kindern geboren. Der Vater starb früh, in der siebten Klasse brach er die Schule ab. „Wegen vielen Fehlzeiten und falschen Freunden“, sagte er. Später habe er den Schulabschluss nachgeholt, eine Ausbildung zum Koch abgeschlossen. Nach 23 Monaten Bundeswehr fand er keine feste Arbeit, jobbte auf dem Bau oder als Staplerfahrer. Seine Schwester bot ihm an, in ihrer Sicherheitsfirma im Westerwald zu arbeiten. Er wurde in der Notaufnahmeeinrichtung in Burbach eingesetzt. Die Anklage wirft ihm unter anderem Körperverletzung vor. Am 4. Dezember soll in dem Verfahren ein letzter Zeuge befragt werden. Geplant ist, den Mann per Videotelefonat aus Belgrad in den Sitzungssaal des Siegener Landgerichts zu schalten. Auch die Plädoyers von Verteidigung und Staatsanwaltschaft sind für diesen Tag geplant. Das Urteil soll noch vor Weihnachten verkündet werden.