
Entgegen der Bund-Länder-Übereinkunft will die NRW-Landesregierung auch Shopping Malls und Möbelhäuser wieder öffnen. Dafür erntet die schwarz-gelbe Regierung jetzt scharfe Kritik von Landrat Andreas Müller: „Vor einer Shopping Mall dürfen nicht mehr als zwei Personen gemeinsam unterwegs sein, in einer Shopping Mall treffen dann aber hunderte von Fremden aufeinander und drängen sich in den Gängen.“ Ein solches Vorgehen sei inkonsequent und nicht nachvollziehbar, so Müller. Gleichzeitig sollen Gottesdienste in NRW weiterhin verboten sein. Ein weiterer Kritikpunkt des Landrats, dort sei es in seinen Augen sehr viel leichter die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Kommerzielle Interessen würden hier über das hohe Gut der freien Religionsausübung gestellt. Die bisher konsequente Umsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen in Siegen-Wittgenstein hat dazu geführt, dass der Kreis bislang eine der niedrigsten Infektionsquoten pro 100.000 Einwohner in ganz NRW hat.