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Kritik an Ausländerbehörde
© Simon Volkmann
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Kritik an Ausländerbehörde

Alten- und Krankenpfleger werden dringend gesucht: Elvin Muradi aus Aserbaidschan möchte die Ausbildung machen. Doch die Ausländerbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein sagt "nein". Der Fall hat bereits den Petitionsausschuss des Düsseldorfer Landtags beschäftigt.

Veröffentlicht: Freitag, 23.07.2021 04:55

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Der 30jährige Elvin Muradi aus Aserbaidschan ist vor einigen Jahren mit seiner Familie nach Deutschland geflohen. Seit zwei Jahren lebt er in Aue-Wingeshausen und engagiert sich dort im Dorfverein. Eine Ausbildung als Alten- und Krankenpfleger darf er nicht machen. Nach Aussagen des Dorfvereins Aue-Wingeshausen verweigert die Siegen-Wittgensteiner Ausländerbehörde ihre Zustimmung, weil Elvin Muradi die aserbaidschanische Staatsbürgerschaft nicht nachweisen kann. Jetzt drohen ihm und seiner Familie die Abschiebung. Der Dorfverein will das verhindern und hat sich an die Öffentlichkeit gewandt. Vorsitzender Helmut Keßler verweist darauf, dass der Petitionsausschuss des Düsseldorfer Landtags die Ausländerbehörde in Siegen aufgefordert habe, die Ausbildung zu genehmigen. Aserbaidschan will Elvin Muradi nur einen Pass ausstellen, wenn er in das Land zurückkommt und dort seinen Wehrdienst ableistet. Das möchte der Geflüchtete aber auf keinen Fall. Nach Auffassung der Ausländerbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein sind die gesetzlich geforderten Mitwirkungspflichten von Elvin Muradi nicht erfüllt, sodass eine Ausbildungsduldung nach derzeitigem Rechtsstand gemäß §60a Abs. 2 Nr. 1 AufenthG i.V.m. §60a Abs. 6 AufenthG nicht erteilt werden kann. Dagegen habe er beim Verwaltungsgericht Arnsberg Klage eingereicht. Eine Entscheidung steht noch aus.

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