
Viele Firmen in Siegen-Wittgenstein blicken wegen der Energiekrise mit Sorge in die Zukunft. Thyssen Krupp in Kreuztal z.B. hatte seine Mitarbeiter im September bereits zeitweise in Kurzarbeit geschickt. Die Zahl der Aufträge schwanke im Moment sehr stark. Das sagte uns der Betriebsratsvorsitzende Helmut Renk. Jetzt im Oktober ist die Kurzarbeit zwar erstmal vorbei, schon im November könne die Lage aber schon wieder ganz anders aussehen, so Renk. Der Staat müsse Unternehmen wegen der hohen Kosten unter die Arme greifen. Renk macht sich große Sorgen: „Unsere Kunden stellen Aufträge zurück, irgendwann fahren wir dann alles auf Halde und dann kommt der Punkt, wo wir Anlagen abstellen müssen“. Entsprechend angespannt sei auch die Stimmung unter den Mitarbeitern. „Die Unternehmen brauchen Hilfe, weil sonst fliegt uns das hier alles um die Ohren“, so Renk.