
Der Ukraine-Krieg hat offenbar erste Auswirkungen auf den heimischen Arbeitsmarkt. Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen im April gesunken, die Unternehmen in der Region melden allerdings mittlerweile deutlich weniger freie Stellen, als es sonst um diese Zeit im Jahr üblich ist. Im letzten Monat wurden der Siegener Arbeitsagentur demnach 898 neue freie Stellen gemeldet, das waren 122 weniger als im März. Für Agentur-Chefin Daniela Tomczak könnten das bereits Anzeichen für die Folgen des Krieges sein. Die nächsten Monate müssten nun zeigen, ob sich die negative Entwicklung verfestigt. Tomczak sieht aber auch Grund zur Zuversicht: „Auch wenn die Unternehmen aufgrund der fehlenden Planungssicherheit weniger einstellen, halten sie weiter das bestehende Personal“, so die Arbeitsagentur-Chefin. Insgesamt zeige sich der Arbeitsmarkt in den Kreisen Siegen- Wittgenstein und Olpe stabil.