
Der Kreistag hat gestern Abend ausführlich über die Zukunft des ÖPNVs in Siegen-Wittgenstein diskutiert. Die FDP hatte beantragt, eine mögliche Re-Kommunalisierung zu prüfen. Im Plenum stieß das auf breite Zustimmung, nur die CDU meldete Bedenken an. Um die aktuellen Probleme bei den VWS zu beheben, müsse man eher über eine Anpassung des Nahverkehrsplans nachdenken, so Hermann-Josef Droege. Dieser Punkt sorgte für heftige Kritik bei den anderen Fraktionen. SPD, Grüne und die Linken betonten, nicht der Kreis müsse seinen Nahverkehrsplan ändern, sondern die VWS müsse dafür Sorge tragen, dass dieser endlich eingehalten wird. Auch Landrat Andreas Müller machte deutlich: Der aktuelle Nahverkehrsplan steht bis 2028. Um den ÖPNV zudem attraktiver zu machen, will die Kreisverwaltung einen Antrag vorbereiten, um sich beim Bund als Modellregion für ein sogenanntes „1-Euro-am-Tag“-Ticket zu bewerben