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© Bernd Müller
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Das Wisent-Auswilderungsprojekt sollte nach Ansicht des Kreises ein für allemal beendet werden.

Veröffentlicht: Freitag, 12.06.2026 05:51

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Der Kreis Siegen-Wittgenstein will das Wisent-Projekt im Rothaargebirge beenden. Der Kreistag soll Anfang Juli beschließen, das Auswilderungsprojekt nicht weiterzuführen. Die Tiere leben derzeit in einem Gehege bei Bad Berleburg. Sie sollen nach und nach an andere Projekte abgegeben werden – möglichst bis Ende 2027. 

Ein Teil ist bereits umgezogen: sechs Wisente wurden nach Aserbaidschan gebracht. Weitere Tiere könnten Anfang nächsten Jahres folgen. Auch andere Einrichtungen haben Interesse an den Wisenten angemeldet – ein Wildpark in Hanau, einer im Schwarzwald und ein Projekt in der hessischen Gemeinde Münster. 

Hintergrund ist: das Projekt lässt sich nach Einschätzung des Kreises nicht mehr fortsetzen – unter anderem wegen rechtlicher und finanzieller Probleme. 

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Neues Trägermodell für Wisent-Wildnis?

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© WisentWildnis Wittgenstein gGmbH
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Neues gibt es aber auch von der Wisent-Wildnis in Wingeshausen. Das Besuchergehege ist wieder geöffnet – nach der Schließung wegen der Afrikanischen Schweinepest. In den ersten vier Tagen kamen 400 Besucher. 

Ohne öffentliche Förderung kann das Besuchergehege laut Kreisverwaltung aber nicht weiter betrieben werden. Der Kreis schlägt deshalb ein neues Trägermodell vor: BLB-Tourismus, Kreis und Förderverein Wisent Welt Wittgenstein eV sollen die Wisent-Wildnis gemeinsam übernehmen. Kreis und Stadt Bad Berleburg sollen zahlen: je 75.000 Euro einmalig, dazu bis 2031 jeweils jährlich 48.000 Euro. Der Vorschlag dürfte noch für Diskussionen sorgen.

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