
Die Baubehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein hat grünes Licht für den Bau eines bordellähnlichen sogenannten „Laufhauses“ in der Siegerlandkaserne bei Burbach gegeben. Das hat die Kreisverwaltung gegenüber Radio Siegen bestätigt. Der Betreiber hatte die Baugenehmigung bereits Anfang Juli beantragt. Damals hatten Lokalpolitik und Kirchengemeinden im Raum Burbach dagegen protestiert. Sie befürchteten, dass sich in der Siegerlandkaserne, wo auch immer wieder Geflüchtete untergebracht werden, eine kriminelle Szene entwickeln könne. Trotzdem hat der Kreis die Baugenehmigung jetzt erteilt. Weil ein Laufhaus kein eigenständiger Betrieb sei, sondern hier nur Zimmer für Prostituierte zur Verfügung gestellt würden, handele es sich juristisch nicht um eine Vergnügungsstätte, sondern um einen Gewerbebetrieb. Damit seinen dem Kreis also juristisch die Hände gebunden gewesen, heißt es zur Begründung.