
Der Krieg in der Ukraine tobt unverändert und viele Menschen fliehen, um sich und ihre Familie in Sicherheit zu bringen. Rund 2000 Geflüchtete sind bereits in Siegen-Wittgenstein angekommen – und es werden mehr. Für sie gibt es nun eine neue Unterbringungsmöglichkeit. Zahlreiche Helfer waren in den letzten Wochen im Einsatz, um das ehemalige Krankenhaus in Kredenbach zu einer Pufferunterkunft zu machen. Heißt: Wenn die Kapazitäten anderswo nicht mehr ausreichen, können bis zu 270 Geflüchtete hier untergebracht werden.
Auf drei Etagen wurde alles so hergerichtet, dass die Bewohner nicht nur eigene Zimmer, sondern auch eigene WCs und Duschen haben. Wenn die Menschen ankommen, wird zunächst ein Corona-Test gemacht, danach bekommen sie ihre Zimmer. Sogar ihre Haustiere dürfen sie mit nach Kredenbach bringen.
Siegens Bürgermeister Steffen Mues ist sicher, dass die ersten Bewohner nicht lange auf sich warten lassen. Siegen sei bei den Unterbringungsmöglichkeiten schon jetzt am Limit, so Mues gegenüber Radio Siegen. Es könne jeden Tag soweit sein, dass man keinen Platz mehr habe und er sei froh, dann das ehemalige Krankenhaus mit vernünftigen Zimmern und sanitären Anlagen nutzen zu können und nicht notdürftig eine Turnhalle belegen zu müssen.