
Die DRK-Kinderklinik Siegen hat die Verhandlungen über einen Umzug zum Jung-Stilling-Krankenhaus unterbrochen - das hat die Klinik heute mitgeteilt. Geplant war dort ein gemeinsames Gebäude für die Frühgeborenen-Intensivstation und den Kreißsaal - um die Versorgung von Müttern und Kindern zu verbessern und die Wege zwischen Kreißsaal und Intensivstation zu verkürzen. Aktuell gibt es jedoch keine vertragliche Grundlage, auf die sich beide Partner einigen konnten.
Millionen in Gefahr
Durch den vorläufigen Stopp wackelt nun auch eine riesige Finanzspritze des Landes Nordrhein-Westfalen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte für das Projekt Fördergelder in Höhe von 85 Millionen Euro zugesichert. Diese Summe ist allerdings fest an die Realisierung des Neubaus am Rosterberg gebunden.
Zukunft ist offen
Laut der Kinderklinik gab es zuletzt zu große Unterschiede bei den Interessen der beteiligten Partner. Trotz eines Entgegenkommens der Klinik vom Wellersberg konnte kein gemeinsamer Weg gefunden werden. Nun soll die gesamte Situation neu bewertet werden, bevor über weitere Schritte entschieden wird.