
Die Umweltspur auf der Hauptverkehrsachse zwischen Geisweid und der Siegener Innenstadt wird nicht zurückgebaut. Das hat der Siegener Rat am Mittwoch mit breiter Mehrheit entschieden. Die FDP-Fraktion hatte beantragt, die Umweltspur sofort zu entfernen und wieder zwei Fahrstreifen für den Autoverkehr freizugeben. Die FDP berichtete von zahlreichen wütenden Menschen, die deutlich länger zur Arbeit bräuchten. Und von steigender Umweltbelastung durch die Umweltspur.
Sieben Stimmen für FDP-Antrag
Die Fraktion der Grünen sowie Bürgermeister Steffen Mues hielten dagegen – Auswertungen der Stadtverwaltung würden das Gegenteil zeigen. Letztlich haben nur sieben Ratsmitglieder für den Rückbau der Umweltspur gestimmt – es gab drei Enthaltungen. Die große Mehrheit der Ratsmitglieder hat dafür gestimmt, die Umweltspur beizubehalten.
Umweltspur nur für Fahrräder und ÖPNV
Hintergrund: die Stadt Siegen hatte im April auf einer rund fünf Kilometer langen Strecke zwischen dem Busbahnhof Geisweid und der Innenstadt eine so genannte "Umweltspur" auf dem Straßenzug Weidenauer Straße - Hagener Straße - Sandstraße eingerichtet. Diese darf ausschließlich von Fahrrädern und dem ÖPNV befahren werden.