
Das Siegener Klärwerk wird seit Ende 2019 umgebaut und vergrößert. Neu sind zum Beispiel die Rechenanlagen, die Vor- und Nachklärbecken sowie das Belebungsbecken. In Zukunft soll in dem Siegener Werk dann auch das Abwasser aus Weidenau gereinigt werden. Der Grund dafür: Weil die Grenzwerte für Stickstoff, Phosphat und Nitrat niedriger geworden sind, müssen die Entsorgungsbetriebe mehr für die Abwasserreinigung machen. Hierfür hätte das Werk in Weidenau vergrößert werden müssen - in der Bismarckstraße in Weidenau ist dafür aber nicht genug Platz. Deshalb wird das Abwasser aus Weidenau ab Anfang nächsten Jahres innerhalb von zwei Wochen nach Siegen umgeleitet. Dafür werden derzeit Rohre in der Herrenwiese in Weidenau verlegt.
Kosten
Seit Beginn der Planungen 2015 sind die Kosten für den Umbau enorm gestiegen - von 4,5 Millionen Euro auf 46 Millionen Euro. Grund dafür war eine neue Richtlinie der EU. Der Umbau musste damals neu geplant werden. Hinzu kamen Corona, der Ukraine-Krieg und seine wirtschaftlichen Auswirkungen: Durch höhere Material- und Baukosten sowie fehlendes Personal sind die Kosten auf 46 Millionen Euro gestiegen. Finanziert werden die hohen Kosten über die Abwassergebühren. Die muss jeder bezahlen, der Abwasser produziert und in den Kanal leitet.