
Die Kirchengemeinde Girkhausen entwickelt ein eigenes ökologisches Konzept zur Grünflächen-Bewirtschaftung. Dabei geht es darum, dass Flora und Fauna auf kirchengemeindlichen Grünflächen durch weniger Pflegeeingriffe während der Vegetationsperiode in ihrer natürlichen Entwicklung weniger beeinträchtigt und damit besser gepflegt werden. Diese ökologische Aufwertung verfolgen die Girkhäuser zum einen direkt rund um ihre Kirche, zum anderen auf Teilen der Grünfläche beim „Treffpunkt Oster“, dem früheren Gemeindehaus. Das sichtbare Ergebnis des Konzeptes: ganz lebendige, hohe Wiesen mit vielen bunten Blumen. Das Presbyterium hat Glück, dass es mit Steffen Schmidt - im Hauptberuf Förster, im Nebenerwerb betreibt der Direktvermarkter einen land- und forstwirtschaftlichen Bio-Betrieb - einen absoluten Experten in seiner Mitte hat. Sein großes Fachwissen aus der Theorie und aus der Praxis fand selbstverständlich Eingang in das Öko-Konzept der Kirchengemeinde. Bereits 2019 hatten die Girkhäuser beim Innovationspreis des Wittgensteiner Kirchenkreises mit ihren umweltschützenden Aktivitäten einen zweiten Platz belegt. Unterschiedliche Maßnahmen gehören zum Öko-Konzept der Kirchengemeinde: es werden keine Pestizide eingesetzt, bis Mitte Juli gibt es kein flächiges Mähen, damit die vorhandenen Wildblumen und Gräser Samen ausbilden können, um so die natürliche Ausbreitung standortangepasster Arten zu fördern. Pflegemaßnahmen an Hecken und Sträuchern finden nur außerhalb der Vegetationszeit statt, um Vogelbruten zu schützen, im Herbst verbleibt ein gewisser Laubanteil auf den Grünflächen als Schutz und natürlicher Dünger, Laubhaufen im Böschungsbereich dienen als mögliche Überwinterungslager für Igel und Insekten. Gern möchten die Girkhäuser damit andere private, kommunale, gewerbliche und industrielle Grundstücks-Besitzer zu eigenen Maßnahmen ermutigen.