
Die angestrebte Vereinigung der beiden Evangelischen Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein wird Thema auf der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen. Die Synode kommt vom 12. bis 15. Juni im Tagungszentrum Bethel in Bielefeld zusammen. Warum wird die Landessynode eingeschaltet? Nach der Zustimmung beider Kreissynoden zum Zusammenschluss im vergangenen Jahr waren im Frühjahr 2022 die davon betroffenen Kirchengemeinden eingeladen, ihre Voten abzugeben. Von den 22 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Siegen haben 18 dafür und zwei dagegen gestimmt. Eine Gemeinde hat sich enthalten und eine sich gar nicht dazu geäußert. Von den 14 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Wittgenstein haben zehn dafür und eine dagegen gestimmt, hier gab es drei Enthaltungen. Durch die Gegenstimmen der Evangelischen Kirchengemeinden Banfetal und Buschhütten sowie der Evangelisch-Reformierten Emmaus-Kirchengemeinde Siegen ergibt sich nicht die von der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen geforderte Einigkeit, um die Verbindung der Kirchenkreise beschließen zu können. Aus diesem Grund sieht das Verfahren vor, dass über die von einer breiten Mehrheit gewünschte Vereinigung nun von der der Landessynode Mitte Juni in Bielefeld Bethel beschließen wird: am Dienstag, 14. Juni, entscheiden abends die Synodalen aus ganz Westfalen über die angestrebte Vereinigung der Evangelischen Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein.