
Das sah ungewöhnlich aus: in einem Supermarkt in Bad Laasphe waren jetzt abends Abend Männer in unförmigen gelben Schutzanzügen und mit Gummistiefeln unterwegs. Wie ganz normale Kunden schoben sie Einkaufswagen vor sich her, griffen in die Regale und legten Waren in den Einkaufswagen. Das Ganze war eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Laasphe mit Trägern von Chemikalienschutzanzügen (CSA). Ziel dieser Übung war es, Grundfertigkeiten wie das Orientieren, den Umgang mit kleinen Gegenständen und die Kommunikation per Funk zu trainieren. Hierzu mussten die CSA-Träger verschiedene Aufgaben lösen. So mussten bestimmte Produkte gesucht und deren Inhaltsstoffe per Funk dem Gruppenführer übermittelt werden. Dies sind Dinge, die bei einem Gefahrgut-Unfall in der Erkundungsphase ähnlich sind. So müssen z.B. bei einem Unfall mit Stückgut die beschädigten Behälter ausfindig gemacht und deren Inhalt beschrieben werden. Eine weitere Schwierigkeit war, sich mit den etwas unförmigen Anzügen und der eingeschränkten Sicht zwischen den Regalen zu bewegen ohne Schäden anzurichten. Auch dies ist etwas, das bei einem realen Einsatz nicht ungewöhnlich ist. Hier gilt es dann darauf zu achten, mit dem CSA nicht an scharfkantigen Gegenständen hängen zu bleiben um ihn nicht zu beschädigen und sich selbst zu gefährden.