
Das haben am Freitag die Politikerinnen und Politiker im Kreistag beschlossen.
Industrie vs. Nationalpark?
Kritiker aus Industrie und Wirtschaft hatten die letzten Monate immer wieder betont, die hohen Natur- und Umweltschutzstandards in einem Nationalpark könnten etwa Arbeitsplätze oder auch den Bau von Straßen und Windrädern gefährden. Die Befürworter hielten dagegen: Ein Nationalpark stärke den Tourismus und die NRW-Landesregierung habe zugesichert, dass etwa die Route57 trotzdem gebaut werden könnte.
Fronten verhärtet
In den letzten sechs Monaten habe sich gezeigt, dass die Fronten verhärtet seien, hieß es am Freitag etwa von SPD und CDU. Für so ein wichtiges Thema brauche es aber einen breiten regionalen Konsens. Wer wie abgestimmt hat im Kreistag, ist unklar.
Geheime Abstimmung
Die CDU hatte geheime Abstimmung beantragt. Zuvor seien einige Mitglieder von Nationalparkgegnern angefeindet worden, sagte Fraktionschef Droege. Am Ende stimmten 28 Kreistagsmitglieder gegen einen Nationalpark und nur 19 für eine Bewerbung beim Land NRW.
Arbeitskreis: Diskussion geht weiter
Die FDP hat einen Arbeitskreis beantragt. Hier sollen Verbände und Politiker eingeladen werden aus der Region, auch aus Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie sollen diskutieren, ob man nicht auch ohne Nationalpark weitere Schutzgebiete ausweisen kann, die dann auch touristisch genutzt werden könnten. Der Antrag wurde mit 26 Ja-Stimmen angenommen.