Anzeige
Katholiken im Siegerland trauern um Papst Franziskus
© Radio Siegen (Symbolbild)
Teilen:

Katholiken im Siegerland trauern um Papst Franziskus

Das Dekanat Siegen trauert um Papst Franziskus, der am Ostermontag (21.04.) verstarb. Sein Vermächtnis der Barmherzigkeit und Menschenliebe bleibe unvergessen, sagt Dechant Karl-Hans Köhle.

Veröffentlicht: Dienstag, 22.04.2025 04:11

Anzeige

Das Dekanat Siegen trauert um Papst Franziskus, der am Ostermontag (21.04.) im Alter von 88 Jahren in Rom verstarb. Am Ostersonntag (20.04.) hatte der geschwächte Papst noch den traditionellen Segen ‚Urbi et Orbi‘ gesprochen und war auf dem Petersplatz durch die Menge der Gläubigen gefahren.

Anzeige

Vermächtnis der Barmherzigkeit

Anzeige

„Barmherzigkeit und Menschenliebe, Synodalität und Evangelisierung“ - das seien Begriffe, die ihm spontan zu diesem Pontifex einfallen, äußert sich Dechant Karl-Hans Köhle in einer Mitteilung. Man habe während der Messe zum Ostermontag in der Siegener Marien-Kirche vom Tod des Papstes erfahren und spontan für ihn gebetet.

Anzeige

Schriftliches Vermächtnis

Anzeige

Die jüngste Enzyklika „Dilexit nos“ („Er hat uns geliebt“) vom Oktober 2024 dürfte wohl als das geistliche Vermächtnis von Papst Franziskus in die Geschichte eingehen, sagt Köhle. Sie sei der Leseschlüssel seines ganzen Lehramtes, weil sie klarstellt, dass die Sorge für arme Menschen direkt aus der Liebe Gottes entspringt. Sie zeigt auf, aus welcher Quelle die Inhalte der ersten drei Enzykliken des Papstes über die christliche Hoffnung „Lumen fidei“ (2013), über die universelle Brüderlichkeit „Fratelli tutti“ (2020) und über die Bewahrung der Schöpfung „Laudato si“ (2015) beruhen.

Anzeige

Leben für Menschenrechte

Anzeige

Die Sorge um den Menschen, insbesondere um den Armen, sei ihm ein Herzensanliegen gewesen. Auch sei Papst Franziskus ein „Pro life“-Papst gewesen. „Beeindruckend oft hat er sich für das Lebensrecht der Ungeborenen im Schoß ihrer Mütter ausgesprochen“, sagt Köhle. Mutig habe er auch sonst Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen angeprangert.

Anzeige

Evangelisierung oberste Priorität

Anzeige

Seit seinem ersten großen Lehrschreiben „Evangelii gaudium“, seinem Antrittsschreiben aus dem ersten Jahr seines Pontifikates, sei deutlich geworden, dass die Evangelisierung für ihn oberste Priorität gehabt habe. Das habe er auch den deutschen Katholikinnen und Katholiken mit seinem „Brief an das pilgernde Volk in Deutschland“ gegen die „Erosion des Glaubens“ in Deutschland im Jahr 2019 ins Stammbuch geschrieben.

Anzeige

Digitales Kondolenzbuch

Anzeige

Das Erzbistum Paderborn bittet um das Gebet für den verstorbenen Papst und hat ein digitales Kondolenzbuch eingerichtet.

Die Pastoralen Räume im Dekanat Siegen werden unmittelbar vor der Beisetzung von Franziskus Totenmessen feiern und an den kommenden drei Tagen die Totenglocken läuten.

Anzeige
Anzeige
Anzeige