
Er hat letztes Jahr im August seinen eigenen Vater getötet - und das mit 16 Messerstichen. Vor dem Landgericht in Siegen wurde deshalb am heutigen Freitag ein 43-jähriger aus Müsen zu elf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Kurz vor der Tat haben sich Vater und Sohn gestritten – warum, das bleibt unklar. Ein Polizist sagte, nach der Festnahme sei der Täter nicht erschüttert gewesen. Der 43-jährige hatte sich nach der Trennung von seiner Ex-Frau wegen Depressionen behandeln lassen. Er selbst sagt, in der Nacht vor der Tat habe er sich wie ein Roboter fremdgesteuert gefühlt. Seinen Eltern wirft er vor Gericht vor, ihn als Kind missbraucht zu haben. Für all das gebe es aber keine Beweise und Anzeichen, sagen ein Gutachter und auch das Gericht. Ein Motiv für die Tat gebe es nicht. In Revision will der Täter nicht gehen, sagte seine Anwältin.