
Als armutsgefährdet gilt man, wenn man weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens verdient. Trotz der vielen Kurzarbeitsverträge während der Corona-Pandemie bleibt die Zahl der Armutsgefährdeten konstant.
Besser als im Landesschnitt
Im Gegensatz zu den Zahlen für gesamt NRW sind die Zahlen bei uns damit dieses Jahr nicht angestiegen. Laut Wohlfahrtsverband sind NRW-weit fast 19 Prozent von Armut bedroht, im Vergleich zum Vorjahr ist das nochmal ein Anstieg um mehr als einem Prozentpunkt.
Paritätischer Wohlfahrtsverband fordert Verbesserungen
Horst Löwenberg, Geschäftsführer des Paritätischen Siegen Wittgenstein, stellt im Gespräch mit Radio Siegen einige Forderungen auf. Es brauche eine Erhöhung des Hartz IV-Regelsatzes um fast die Hälfte. Auch das BaföG müsse reformiert werden. Auch viele Studierende hätten mit Geldproblemen zu kämpfen. Für Eltern solle es eine Kindergrundsicherung geben - unabhängig vom Einkommen. So könne man zumindest Kinder vor Armut bewahren. Für die Zukunft befürchtet Löwenberg vor allem, dass es viele arme Rentner geben werde. Wer schon im Berufsleben wenig Einkommen gehabt habe, der werde auch in der Rente arm sein.