
In Siegen steht ein 35jähriger Mann vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Juni und Juli 2020 insgesamt neun Diebstähle in Siegener Supermärkten und Bekleidungsgeschäften begangen zu haben. Bei einigen Taten soll er bewaffnet gewesen sein. Außerdem wird ihm gefährliche Körperverletzung und Bedrohung vorgeworfen. Heute ging es um die Diebstähle. Es wurden viele Zeugen gehört, mit dabei Polizisten, Verkäufer und Kunden die die Überfälle mitbekommen haben. Speziell ging es um die Frage, ob der Mann bei einem Ladendiebstahl im ALDI am Kaisergarten in Siegen bewaffnet war oder nicht. Im Juni hatte er dort eine Packung Würstchen und Bier geklaut. Bei der Festnahme hatten die Beamten ein kleines Küchenmesser in seiner hinteren Hosentasche gefunden. Der Angeklagte sagte den Beamten, er hatte das Messer dabei um die Würstchen zu schneiden. Bei einem versuchten Diebstahl im Siegerlandzentrum in Weidenau soll er besonders brutal vorgegangen sein, berichten heute Zeugen. Es passierte im Juni 2020 im Modehaus Wagener. Er soll versucht haben, Kleidungsstücke zu stehlen. Dabei soll von einem heute 60jährigen Verkäufer angesprochen worden sein, nachdem dieser lose Etiketten in der Umkleidekabine gefunden hatte. Daraufhin versuchte der Angeklagte zu flüchten. Der Verkäufer griff sich aber schnell noch die Tasche, in der die gestohlenen Sachen waren. Der Angeklagte kam zurück und schlug dem Verkäufer mehrfach ins Gesicht und in den Bauch und schubste ihn in einen Kleiderständer. Auch eine Verkäuferin, die dazu kam, schubste er in einen Kleiderständer. Beide wurden verletzt. Bei der Verkäuferin hat sich der Angeklagte heute entschuldigt. Ansonsten schweigt er zu den Vorwürfen. Am 3. Februar wird die Verhandlung fortgesetzt.