
„Das Dienstjahr 2020 war sicherlich eines der außergewöhnlichsten und völlig außerhalb der Norm“. Mit diesen Worten hat Bad Laasphes Wehrführer Dirk Höbener im Radio-Siegen-Interview auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Im März 2020 sei „Kamerad Corona“ auf die Matte geschlagen. Corona habe die Freiwillige Feuerwehr Bad Laasphe „voll getroffen“. Man habe sich abgeschottet, keine Veranstaltungen und keine Übungsabende mehr machen können. „Wir haben keine Grundausbildung gemacht, keine Atemschutzlehrgänge, keine Truppführerausbildung, keine ABC-Ausbildung. Das fehlt und das muss alles irgendwie aufgeholt werden,“ sagte Höbener im Gespräch mit Radio Siegen.
131 Einsätze im Jahr 2020
Der Einsatzdienst sei dennoch abgehalten worden – 2020 hatte die Freiwillige Feuerwehr Bad Laasphe 131 Einsätze. Einen werden die Wehrleute wohl so schnell nicht vergessen: nach einem Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Banhofstraße wurde eine männliche Leiche entdeckt. Der Hausbesitzer war nicht durch das Feuer gestorben: laut Polizei ist er ermordet worden. Etwas Gutes kann Dirk Höbener der Corona-Pandemie denn doch abgewinnen: bei den Einsatzzeiten sei man im vergangenen Jahr sehr viel schneller gewesen. Es seien auch mehr Kräfte zu Einsätzen ausgerückt. Das hatte damit zu tun, dass relativ viele Einsatzkräfte in Kurzarbeit oder im Home Office waren – und damit schnell verfügbar. Das Fazit des Stadtbrandinspektors: die Feuerwehr Bad Laasphe ist gut aufgestellt.