
Weniger Fleisch essen, aber in besserer Qualität. - Das haben sich auch hier bei uns in Siegen-Wittgenstein viele Menschen zum Jahreswechsel vorgenommen. Der Irlenhof in Ferndorf will diese Stimmung für sich nutzen. Er erweitert gerade sein Schlachthaus. Im alten, kleinen konnte bislang nur das Geflügel vom eigenen Hof geschlachtet werden. Spätestens ab Mitte des Jahres sollen nun auch Rinder und später auch Schweine auf dem eigenen Hof geschlachtet werden können. Da die Tiere dadurch weniger Stress hätten, steige die Qualität des Fleisches spürbar.
Ihren Schlachthaus-Anbau lassen sich die Betreiber des Hofs, die Brüder Florian und Felix Stücher, über 500.000 Euro kosten. Florian hat dafür sogar noch eine Ausbildung zum Metzger gemacht. Damit schwimmen die beiden völlig - aber sehr bewusst - gegen den Trend. Gegenwind verspürten sie deshalb aber nicht, meinten sie im Radio Siegen-Interview. Im Gegenteil.
Die Gebrüder Stücher halten in Ferndorf rund 100 Kühe und Rinder. Dazu Geflügel und Schweine. Ihr Hof ist seit 600 Jahren in Familienbesitz und wurde urkundlich erstmals vor fast 1.000 Jahren erwähnt.