
Zu wenig Personal, zu hohe Arbeitsbelastung und keine Besserung in Sicht: Die Situation in der Pflege in Deutschland ist prekär. Der Kreis will dagegen ankämpfen und hier gemeinsam mit verschiedenen Partnern eine „Internationale Pflegeschule“ etablieren. Schon im April soll es losgehen. 20 junge Leute aus Vietnam sollen dann sowohl für die Alten- als auch die Krankenpflege ausgebildet werden. Neben der Ausbildung liegt das Augenmerk auch darauf, dass die neuen Pflegekräfte schon im ersten Ausbildungsjahr gut Deutsch lernen und hier integriert werden. Für die Schule sei es wichtig, nur Menschen aus Ländern anzuwerben, die nicht ebenfalls einen Fachkräftemangel beklagen, so Landrat Andreas Müller. Auf Vietnam treffe das zu. „Wir schaffen dort also keine neuen Probleme, wenn junge Leute aus Vietnam zu uns kommen“, so der Landrat weiter.
Schule ist einmalig in NRW
Bei der neuen Schule werden das Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe Südwestfalen, seine Trägerkliniken und Partner sowie das Kommunale Integrationszentrum des Kreises federführend sein, der Kreis koordiniert. „Etwas Ähnliches wie unsere Internationale Pflegeschule gibt es in NRW noch nicht“, betonen die Projektpartner. Der Kreissozialausschuss wird sich Ende des Monats mit dem Thema beschäftigen. Der Landrat schlägt vor, das Projekt bis 2026 mit 87.000 Euro pro Jahr zu unterstützen. Im Dezember entscheidet der Kreistag.