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Immer mehr Menschen sind trotz Arbeit arm
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Immer mehr Menschen sind trotz Arbeit arm

Die Zahl der Menschen, die trotz Arbeit arm sind, steigt auch in Siegen-Wittgenstein an. Das berichtet die Gewerkschaft NGG.

Veröffentlicht: Montag, 23.09.2019 11:45

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Arm trotz Arbeit – das trifft auf immer mehr Familien in Siegen-Wittgenstein zu. Nach Einschätzung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, kurz NGG, ist auch bei uns ein großer Teil der Menschen, die einen Teilzeit- oder Minijob haben, von Erwerbsarmut bedroht. Laut NGG sind in unserem Kreis rund 49.700 Menschen betroffen. Vor allem Frauen, die halbtags oder einzelne Tage in der Woche arbeiten, fehlt am Monatsende das nötige Geld, so die Gewerkschaft. Die Zahl sei im ganzen Regierungsbezirk Arnsberg stark gestiegen. 2005 waren laut NGG 14,9 Prozent der Haushalte armutsgefährdet, mittlerweile liege der Wert bei über 19 Prozent. Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung hat. Die Gewerkschaft ruft Betriebe auf, sich zu tariflichen Standards und vollwertigen Arbeitsplätzen zu bekennen. Auch die Politik tue zu wenig.

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