
Die Stadt Siegen reagiert mit speziellen Maßnahmen auf die Schmierereien.
Lage in Siegen
In Siegen gibt es deutlich mehr illegale Graffitis als in den Vorjahren. Allein seit Januar hat der Kommunale Ordnungsdienst über 100 Schmierereien registriert, sagt uns die Siegener Stadtverwaltung auf Nachfrage von Radio Siegen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2024 waren es lediglich 38 Fälle. Ob alle diese Graffitis tatsächlich erst in diesem Jahr gesprüht wurden, lässt sich nicht genau bestimmen.
Täter gefasst
Die Polizei konnte nun einen 20-jährigen Mann aus Wilnsdorf als einen der mutmaßlichen Täter identifizieren. Ihm werden rund 30 bis 40 Taten im gesamten Stadtgebiet zur Last gelegt, sagt uns die Polizei auf Nachfrage von Radio Siegen.
Was bedeutet STIKZ?
Darunter fallen auch 15 Fälle aus dem Februar, bei denen der Schriftzug „STIKZ“ gesprüht wurde. Diese Buchstaben tauchten damals unter anderem an Fassaden und Garagentoren im Bereich des Leimbachtals auf. Was die Kombination bedeutet, behält der Sprayer bislang für sich.
Teure Reinigung
Die Entfernung der Graffitis ist für die Stadt Siegen mit einem hohen Aufwand verbunden. Da die verwendeten Farben oft sehr aggressiv sind, mussten extra neue Spezialgeräte zur Reinigung angeschafft werden. Trotz dieser Technik bleiben an manchen Wänden dauerhafte Schäden zurück.
Wer zahlt das?
Der ermittelte Sprayer muss nun damit rechnen, die entstandenen Reinigungskosten komplett selbst zu tragen. Auf privaten Flächen sind die jeweiligen Eigentümer selbst für die Beseitigung verantwortlich. Die Grünflächenabteilung der Stadt kümmert sich ausschließlich um städtische Objekte.
Legale Flächen
Aktuell gibt es in der Siegener Innenstadt nur eine offizielle Möglichkeit zum legalen Sprayen. Diese befindet sich an der BlueBox beim Bertramspark. Dort können Künstler ihre Werke legal und ohne rechtliche Konsequenzen an die Wände bringen.
Blick nach vorn
Ob die Stadt in Zukunft weitere Flächen für Graffiti-Künstler freigibt, ist derzeit noch unklar. Eine entsprechende Anfrage von Radio Siegen zu weiteren legalen Standorten blieb seitens der Stadtverwaltung unbeantwortet.