
Im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein reagieren viele Gemeinden flexibel auf die kalte Jahreszeit. Um Heizkosten zu sparen, verlegen Kirchengemeinden ihre Gottesdienste von Januar bis März in beheizbare Gemeindehäuser. In Kaan-Marienborn und Freudenberg ist das schon länger üblich, auch in Netphen und Girkhausen bleibt die Kirche im Winter geschlossen. Oberfischbach setzt seit 2022 auf Winterkirche und spart dadurch Energie und Emissionen. In Weidenau öffnet die Haardter Kirche erst Ende März wieder, Gottesdienste finden bis dahin im Gemeindezentrum statt. Andere Gemeinden wie Neunkirchen bleiben trotz hoher Heizkosten in der Kirche, weil es keine Ausweichräume gibt. Insgesamt berichten die Gemeinden von guter Akzeptanz und praktischen Vorteilen, auch wenn der organisatorische Aufwand hoch ist. Ziel ist es, Kosten zu senken und gleichzeitig ein gastfreundliches Umfeld für die Gottesdienste zu schaffen.