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Hitze und Trockenheit setzen Ernte in Siegen-Wittgenstein zu
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Hitze und Trockenheit setzen Ernte in Siegen-Wittgenstein zu

Die Erntebilanz 2026 in Siegen-Wittgenstein fällt gespalten aus. Während die Heuernte für das Vieh gut startete, sorgten extreme Hitze und Trockenheit für massive Einbußen bei Hafer, Kartoffeln und Mais.

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Nach einem wechselhaften Jahr ziehen die Landwirte nun eine erste, ernüchternde Bilanz.

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Heu-Ernte lief gut

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Für die Landwirte in Siegen-Wittgenstein ist Gras die wichtigste Ernte, sagt Henner Braach vom Landwirtschaftlichen Kreisverband im Interview mit Radio Siegen. Der erste und zweite Aufwuchs verliefen dank ausreichender Feuchtigkeit im Frühjahr sehr positiv und sicherten das Futter für den Winter. Doch mit der einsetzenden Trockenheit im Sommer blieb das weitere Wachstum der Wiesen fast vollständig aus.

„Kulturen, die auf dem Acker standen, haben dann die Hitze abbekommen und darunter gelitten. Kartoffel, Mais, Hafer hatten deutliche Mindererträge zu verzeichnen.“ - Henner Braach, Vorsitzender Landwirtschaftlicher Kreisverband Siegen-Wittgenstein.

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Henner Braach (Vorsitzender, Landwirtschaftlicher Kreisverband Siegen-Wittgenstein)"Und dann kam eben die Trockenheit (...)."
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Extreme Hitze belastet

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Besonders der Juni 2026 brach Rekorde: Ende des Monats kletterten die Temperaturen auf über 35 Grad, was Tiere und Pflanzen unter Stress setzte. Während die Wintergerste noch von der Winterfeuchte profitierte, litten Hafer, Kartoffeln und Mais massiv. Um Tiere und Pflanzen vor der Hitze zu schützen, investieren viele Betriebe in Ventilatoren und Sprinkleranlagen, da etwa die Milchleistung von Kühen bei extremen Temperaturen deutlich sinkt. Bei den Pflanzen setzen immer mehr Höfe aus klimaresilientere Sorten.

„Es müssen Ventilatoren eingebaut werden, es muss immer ausreichend Wasser da sein. Das hat oberste Priorität, dass die Tiere vor der Hitze geschützt werden.“ - Henner Braach, Vorsitzender Landwirtschaftlicher Kreisverband Siegen-Wittgenstein.

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Henner Braach (Vorsitzender, Landwirtschaftlicher Kreisverband Siegen-Wittgenstein)"(...) das wird nicht so schnell gehen."
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Henner Braach (Vorsitzender, Landwirtschaftlicher Kreisverband Siegen-Wittgenstein)"(...) Priorität, dass die Tiere (...) geschützt werden."
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Sorge wegen Schweinepest

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Neben dem Wetter belastet die Afrikanische Schweinepest (ASP) die Region, mit bereits 426 (Stand: 11.09.2026) nachgewiesenen Fällen allein in Siegen-Wittgenstein. Zwar gibt es im Kreis nur wenige Schweinehalter, doch die Bekämpfungsmaßnahmen und Zäunungen sind für den Tierschutz und die gesamte Landwirtschaft unverzichtbar. Die Bauern fordern von der Politik zudem weniger Bürokratie, um mehr Zeit für die Arbeit mit Tieren und Pflanzen zu haben.

„Wir wünschen uns, dass wir zu einer Normalität zurückkehren und von diesen überbordenden Bürokratieauflagen entlastet werden.“ - Henner Braach, Vorsitzender Landwirtschaftlicher Kreisverband Siegen-Wittgenstein.

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Henner Braach (Vorsitzender, Landwirtschaftlicher Kreisverband Siegen-Wittgenstein)"Das würde uns schon helfen (...)."
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