
Die Stadt Siegen wird in diesem Jahr wohl rund 100 Mio. Euro Miese machen. Gestern Nachmittag hat der Rat nach einer mehrstündigen Diskussion den Haushalt 2026 beschlossen. Zu einem einkalkulierten Minus von 40 Mio. Euro kommen 60 Mio. Euro für Investitionen vor allem in die Infrastruktur der Stadt. Sie sollen über neue Schulden finanziert werden.
Insgesamt rechnet Siegen mit Ausgaben von 460 Mio. Euro. Auf den größten Teil hat die Stadt dabei keinen Einfluss. Sie muss z.B. Sozialhilfe leisten und sie muss Geld an den Kreis überweisen.
Der Spielraum ist also gering. Um wirklich alle Sparmöglichkeiten auszuloten, beschloss eine breite Mehrheit, sich in ein freiwilliges Haushaltssicherungskonzept zu begeben. Es käme 2027 ohnehin, wenn keine Wunder geschehe, so die Mehrheitsmeinung. Bürgermeister Tristan Vitt und sein Kämmerer Wolfgang Cavelius störten sich an der Begriffswahl. Ein Haushaltssicherungskonzept bedeute, dass die Verwaltung Vieles vorschlagen müsse, was letztlich keiner wolle: Steuern und Gebühren hoch, Investitionen runter.