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Haushalt Burbach
© Max Schepp
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Haushalt Burbach

Im Burbacher Haushaltsplanentwurf für 2024 gibt es ein Defizit von rund 17 Millionen Euro.

Veröffentlicht: Freitag, 08.12.2023 14:37

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Der Haushaltsplanentwurf der Gemeinde Burbach für 2024 weist ein erhebliches Defizit von 17,3 Millionen Euro aus. Durch den Griff in die gut gefüllte Ausgleichsrücklage lässt sich der Etat der Kommune allerdings ausgeglichen darstellen. Das haben Kämmerin Kirsten Herr und Bürgermeister Christoph Ewers am Freitag bei der Vorstellung des Zahlenwergs gesagt. Erträgen in Höhe von rund 43 Millionen Euro stehen Aufwendungen von ca. 61 Millionen Euro gegenüber. Das unerwartet große Loch wird vor allem durch massive Mindereinahmen aus der Gewerbesteuer für das kommende Jahr in die Gemeindekasse gerissen. Statt rund 29 Millionen Euro, die in den vergangenen Jahren fast sicher einkalkuliert werden konnten, werden für 2024 nur noch sehr vorsichtig kalkulierte 22 Millionen eingeplant. Ausbleibende Steuereinnahmen sind nicht die einzigen belastenden Faktoren, die den Burbacher Haushalt bestimmen. Die Kreisumlage wird erneut steigen. Fast 32 Millionen Euro muss Burbach an den Kreis überweisen. Darüber hinaus führt der historisch hohe Tarifabschluss im öffentlichen Dienst zu stark steigenden Personalaufwendungen in Höhe von etwa 817 000 Euro. 

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Keine Steuererhöhungen

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Trotz des hohen Fehlbetrags plant die Gemeinde keine zusätzliche Mehrbelastung der Bürgerinnen und Bürger bzw. der Unternehmen. Die Hebesätze der Grundsteuer A und Grundsteuer B sollen laut Vorschlag der Verwaltung konstant beibehalten werden. Der Gewerbesteuerhebesatz soll ebenfalls konstant bei 430 Prozentpunkten verbleiben. Auch Hundesteuer und Abfallgebühren sollen nicht angepackt werden. Anders sieht es bei den Abwasser- und Wassergebühren aus. Hier sehen sich die Gemeindewerke gezwungen, die allgemeine Verteuerung auf die Kunden umzulegen.  

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Fast 13 Millionen Euro Investitionen

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Die anstehenden Investitionen summieren sich auf fast 13 Millionen Euro, wovon 9 Millionen Euro über Kredite finanziert werden müssen. Für den Um- bzw. Neubau der Hellertalschule zur Grundschule stehen rund 3 Millionen zur Verfügung, wobei 2024 vor allem vorbereitende Leistungen vorgesehen sind. Der Anbau an der Grundschule Holzhausen, um für den OGS-Rechtsanspruch ab 2026 gewappnet zu sein, schlägt mit 2,75 Millionen zu Buche. In Oberdresselndorf wird der Kita-Neubau mit 2,14 Millionen Euro beziffert. Der neue Schulhof an Grundschulstandort Niederdresselndorf wird mit 510 000 Euro veranschlagt. Neue Fluchttreppenhäuser im Schulzentrum Burbach werden mit 750 000 Euro kalkuliert. In den Feuer-, Zivil- und Katastrophenschutz fließen rund 800 000 Euro. Dazu kommen 740 000 Euro für Neuanschaffungen von Feuerwehrfahrzeugen und 325 000 Euro Planungs-, Umbau-/Neubaukosten für das neue Feuerwehrgerätehaus Holzhausen. Für den Brückenbauten sind 920 000 Euro vorgesehen. 

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