
Die Hoffnung auf eine Erholung im südwestfälischen Handwerk wird sich in diesem Jahr wohl nicht mehr erfüllen. Das ist das Ergebnis der Frühjahrs-Konjunkturumfrage, die die Handwerkskammer Südwestfalen gemeinsam mit den Kreishandwerkerschaften Märkischer Kreis, Hochsauerland und Westfalen-Süd durchgeführt hat. Neben der andauernden Corona-Pandemie wird der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine den Betrieben in den kommenden Monaten spürbar zusetzen, heißt es. Demnach werden Störungen der Lieferketten und steigende Energie- wie Rohstoffpreise das Handwerk empfindlich treffen, so die Handwerkskammer Südwestfalen.
Geschäftsklima
Das Geschäftsklima hat im Vergleich zum Frühjahr 2021 bereits um 2,9 Prozentpunkte nachgegeben und steht nun bei 110,2. Einzig verbliebene Stütze bleibt demnach das Bau- und Ausbaugewerbe, dessen Leistungen nach wie vor gefragt sind. Der Rückschlag in Südwestfalen zeige sich in den aktuellen Zahlen zwar noch nicht deutlich, spätestens beim Blick in die Zukunft werde er aber sichtbar. Denn laut der Handwerkskammer Südwestfalen sieht fast ein Drittel der befragten Unternehmer schlechtere Zeiten auf sich zukommen.