
Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat eine Syrien-Rückkehrerin aus Hilchenbach heute zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sprach die 28jährige Deutsch-Polin auch wegen Kriegsverbrechen schuldig. Sie bleibt vorerst hinter Gittern. Die Frau aus Hilchenbach habe sich als Salafistin Ende 2013 nach Syrien abgesetzt, dem Islamischen Staat angeschlossen und nacheinander mehrere IS-Kämpfer geheiratet. Gemeinsam mit ihrem ersten Ehemann habe sie sich im irakischen Hit ein Haus angeeignet, das von geflüchteten Gegnern des IS zurückgelassen worden war. Zudem habe sie über soziale Medien Propaganda für die Terrorvereinigung betrieben und Spenden für inhaftierte IS-Anhängerinnen eingeworben, teilte das Gericht mit. Die 28jährige hatte die Vorwürfe weitgehend gestanden. Die Bundesanwaltschaft hatte fünf Jahre Haft nach Erwachsenenstrafrecht beantragt, die Verteidigung eine Jugendstrafe zur Bewährung. Der Senat verhängte dreieinhalb Jahre ohne Bewährung nach Jugendstrafrecht.