
Im Kreis Olpe sind der Polizei im Jahr 2023 mehr als 6.050 Straftaten bekannt geworden. So steht es in der Polizeilichen Kriminalstatistik, die heute veröffentlicht worden ist. Demnach gab es im vergangenen Jahr im Nachbarkreis minimal mehr Straftaten als im Jahr davor. Die Aufklärungsquote liegt bei 62 Prozent, was einer der besten Werte im Land Nordrhein-Westfalen ist.
Jeder zweite Einbruch scheitert
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist gesunken, in jedem zweiten Fall blieb es beim Versuch. Die Zahl der Firmeneinbrüche hat sich auf fast 80 verdoppelt. Auch hier blieb es bei etwa jeder zweiten Tat beim Versuch.
90 Prozent der Gewaltdelikte aufgeklärt
Die Olper Polizei meldet für das vergangene Jahr mehr als 250 Gewaltdelikte. 90 Prozent davon wurden aufgeklärt. Herausragend war eine Auseinandersetzung an einem Sonntagabend im April 2023 im Bereich des Attendorner Bahnhofs. Dort kam es zu einem Aufeinandertreffen zweier Jugendgruppen aus Attendorn und Plettenberg. Im Laufe einer zunächst verbalen Auseinandersetzung, an der etwa 30 Personen beteiligt waren, wurde schließlich ein 17-jähriger Attendorner von vier bis fünf Jugendlichen - am Boden liegend - geschlagen und getreten. Zudem wurde er durch zwei Messerstiche schwer verletzt. Es konnten zwei 17-jährige Jungen und als Haupttäter ein zur Tatzeit 18-jähriger Tatverdächtiger ermittelt werden. Der Hintergrund der Auseinandersetzung dürfte in einem schon länger andauernden Streit zu suchen sein.
Etwas weniger Fälle von häuslicher Gewalt
Bei den Fällen von häuslicher Gewalt gab es einen leichten Rückgang von 276 Fälle im Jahr 2023. In 110 Fällen hat die Polizei ein Rückkehrverbot oder eine Wohnungsverweisung angeordnet.