
"Erst die Route 57, dann eventuell ein Nationalpark!" Diese Forderung ergibt sich für die IHK aus einem Gutachten, das sie heute veröffentlicht hat. Es wurde von einer Rechtsanwaltskanzlei aus dem Münsterland erstellt. Im Kern widerspricht es der Aussage der Kreisverwaltung, dass für die Route 57 keine Gefahr durch einen Nationalpark am Rothaarkamm ausgehen würde. Das Gegenteil sei der Fall. Christian Kocherscheidt, den Vize-Präsidenten der heimischen IHK, überrascht das nicht weiter.
Kocherscheidt gab im Radio Siegen-Interview heute Mittag freimütig zu, kein Freund eines möglichen Nationalparks am Rothaarkamm zu sein.
Warum man beim Nationalpark so aufs Gaspedal drücke, erschließe sich ihm nicht. Eine Schutzbedürftigkeit der Fläche sei für ihn nicht erkennbar. Sie gehöre doch dem Land. Es könne sie nach Lust und Laune schützen. Dafür bräuchte es keine Ausweisung zum Nationalpark.
