
Grünere Mobilität für Siegen und Burbach?
Die Stadt Siegen will, dass die Siegener mehr Wege zu Fuß, auf dem Rad oder mit Bus und Bahn machen. Ähnliche Ziele verfolgt die Gemeinde Burbach. In der ländlichen Region ist das aber nicht so leicht umzusetzen. Am Freitag war das Thema bei einer Tagung an der Uni Siegen.
Veröffentlicht: Freitag, 29.04.2022 14:36
Die Pläne für Siegen hat Stadtbaurat Henrik Schumann vorgestellt. Neue Radwege, breitere Gehwege und E-Autos. So könnte Siegen bald aussehen, wenn es nach Schumann geht. Mit einem Paket aus 49 Maßnahmen wolle die Stadt umweltfreundliche Mobiltät fördern. Auch Sicherheit für Fußgänger, Fahrradbügel und schnellere Bus- und Bahnverbindungen wären wichtig. Im Umzug der Uni in die Innenstadt sieht Schuhmann eine weitere Chance. Schon jetzt würden viele Studierende das Auto stehen lassen, wenn sie zum unteren Schloss statt nach Weidenau müssen. Das will er mit Radparkhäusern auf den geplanten Innenstadt-Campussen noch fördern.
Wie sieht es diesbezüglich in Burbach aus? Einen Überblick über die Pläne der Gemeinde hat der Klimaschutzmanager Samuel Reuter gegeben. Burbach ist bergig und besteht aus vielen kleinen Dörfern. Deshalb habe man dort lange aufs Auto statt Bus, Bahn und Rad gesetzt, sagt Burbachs Klimaschutzmanager Samuel Reuter. Aber das soll sich ändern. Mit Radwegen und Ladestationen für E-Bikes, Tankstellen für E- und Wasserstoffautos und Verleihsystemen. Nachdem das erste Burbacher Quartiersauto so gut funktioniert hat, soll es bald ein zweites geben. Das Auto können sich Mitglieder eines Vereins ausleihen, wenn sie es brauchen. Auch das Hickenmobil funktioniere gut. Ehrenamtliche fahren Fahrgäste mit dem E-Auto kostenlos von A nach B. Das helfe da, wo Bus und Bahn nicht fahren.