
Die Gemeinden Wilnsdorf, Neunkirchen und Burbach wollen künftig gemeinsam gegen Raser vorgehen. Die Kommunen im südlichen Siegerland planen eine gemeinsame Geschwindigkeitsüberwachung. Ziel ist mehr Verkehrssicherheit, vor allem an Schulen, Kitas und in Ortsdurchfahrten. Möglich wird das durch eine neue Regelung des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit Juli dürfen auch kleinere Kommunen bei der Geschwindigkeitskontrolle zusammenarbeiten. Bisher war das "Blitzen" nur größeren Städten und Kreisen erlaubt.
Wilnsdorf übernimmt Verkehrsüberwachung
Nach den Plänen soll die Gemeinde Wilnsdorf die Kontrollen organisatorisch übernehmen. Dafür müssten mehrere neue Stellen geschaffen werden. Geplant sind ein mobiler Blitzer und ein Radar-Anhänger. Die Einsatzorte wollen die drei Kommunen gemeinsam festlegen. Die Bürgermeister von Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf betonen, es gehe nicht um zusätzliche Einnahmen. Stattdessen sollen Unfälle verhindert und besonders Kinder sowie andere schwächere Verkehrsteilnehmer besser geschützt werden.
Gemeinderäte haben das letzte Wort
Ob das Projekt tatsächlich umgesetzt wird, entscheiden die Gemeinderäte noch in diesem Monat. In Burbach steht das Thema am 22. September auf der Tagesordnung, in Neunkirchen und Wilnsdorf zwei Tage später.
