
Gebrüder-Busch-Kreis in Dahlbruch bietet Programm bis Jahresende
Nach Monaten der pandemiebedingten Zwangspause können die Theater und Konzertsäle in NRW ihre Türen endlich wieder öffnen. Die Spielzeit 2021/22 hat begonnen und mit ihr eine Vielzahl an Produktionen, die nur darauf warten, endlich vor Publikum gespielt zu werden. Nach dem Stillstand der vergangenen Monate blicken die Veranstalter*innen und das Publikum nun voller Vorfreude in die kommende Saison.
Veröffentlicht: Dienstag, 28.09.2021 08:53
Auch wenn die inhaltliche sowie terminliche Planung von Kulturveranstaltungen aufgrund der sich ständig ändernden Pandemie-Situation und der damit verbundenen behördlichen Regelungen und Vorschriften noch immer herausfordernd ist, hat der Gebrüder-Busch-Kreis beschlossen, ein Programm für den Zeitraum September bis Dezember 2021 herauszugeben.
Bei nahezu allen der in diesem Programm angebotenen Veranstaltungen handelt es sich um Theaterabende oder Konzerte, die ursprünglich für einen früheren Zeitpunkt vorgesehen waren, aufgrund der Pandemie-Lage aber abgesagt oder auf einen anderen Zeitpunkt verschoben werden mussten.
Für die ganze Familie, aber besonders für Kinder ab 5 Jahren, wird im Oktober vom Theater mimikri „Das Tapfere Schneiderlein“ geboten: Ein Theatermärchen über die Kraft von Witz und Verstand und über den Glauben an sich selbst nach den Brüdern Grimm, ein Stück mit singenden Riesen, Einhorngeflüster und Wildschweingalopp.
Am 28. Oktober stehen Herbert Herrmann und Nora von Collande mit der temporeichen und raffinierten Komödie „Alles was Sie wollen“ auf der Bühne des Gebrüder-Busch-Theaters.
Am 4. November kommt die Kabarettistin Nessi Tausendschön mit ihrem neuen Programm „30 Jahre Zenit“ nach Hilchenbach.
Zur Erinnerung an die sog. „Reichskristallnacht“ und in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland ist am 10. November ein von der Thematik her ganz anderes Theaterstück zu sehen: „Die Judenbank“. Das Volksstück für einen Schauspieler beschreibt das Leben in einem kleinen Dorf in der deutschen Provinz unter der Naziherrschaft. In kurzen, witzigen und pointierten Anekdoten werden die alltägliche Korruption, Machtanmaßung, Denunziation und tödliche Gewalt im Dritten Reich dargestellt.
Musikalisch ist das Programm des Gebrüder-Busch-Kreises breit aufgestellt: Nachgeholt wird das Konzert zum Ewigkeitssonntag mit der capella cantabilis unter der Leitung von Ute Debus am 13. November. Im Mittelpunkt des Programms in der Evangelischen Kirche Hilchenbach steht das Requiem op. 9 für Chor und Orgel von Maurice Duruflé. Zwei Kammermusikprogramme folgen: Am 18. November spielt das Notos Quartett, eine „der herausragenden Kammermusikformationen der Gegenwart (FONO FORUM 09/2017)", Werke von W. A. Mozart, B. Bartók und J. Brahms im Gebrüder-Busch-Theater. Am Sonntag danach, am 21. November um 11:00 Uhr, präsentieren Musiker*innen der Philharmonie Südwestfalen dort französische Musik des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts unter dem Titel „Une Soirée Francaise".
Ganz anders die Konzerte vor Weihnachten: Rebekka Bakken, die am 10. Dezember in der Evangelischen Kirche Hilchenbach auftritt, hat eine Musik geschaffen, so zauberhaft wie die Winterlandschaft Norwegens. Sie übersetzt die archaische Ruhe tiefblauer Fjorde, die meditative Einsamkeit verschneiter Fichtenwälder und das traumhaft erhabene Leuchten der Nordlichter in eigene Lieder und ausgesuchte Cover-Songs, in einen Winter-Weihnachtsabend voll tiefer Emotionen. Am 16. Dezember verbindet das Trio "Wildes Holz“ Höhenflüge mit Tiefgang und Kraft mit Finesse mit dem Programmtitel „Höhen und Tiefen“. Von der klassischen Hochkultur zur Popmusik ist es auf der Bühne des Gebrüder-Busch-Theaters nicht weit: Menuett und Madonna trennt nur ein „Saiten-Sprung“. Das Trio präsentiert die Blockflöte als perfektes Rock-Instrument, verblüfft mit spontaner Komik und mitreißenden Sounds ohne stilistische Grenzen. Neben Blockflöten-Versionen bekannter Rock- und Pophits steht auch Klassisches auf dem Programm. Ein „Festliches Weihnachtskonzert" der Kantorei Siegen in der Evangelischen Kirche Hilchenbach am Samstag, 18. Dezember, und das schon traditionelle „Barockkonzert zur Silvesternacht“ am letzten Tag des Jahres am selben Ort runden das Programm ab.