
Die neue Allgemeinverfügung bringt einige Änderungen für die Menschen in der Region mit sich.
Lage im Kreis
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat Siegen-Wittgenstein weiterhin fest im Griff. Mittlerweile sind seit Ausbruch der Seuche im Sommer 2025 mehr als 340 infizierte Wildschweine gefunden worden, heißt es vom Friedrich-Loeffler-Institut. Zuletzt gab es neue Fälle in Netphen, Grissenbach und Nenkersdorf.
Strenge Regeln
Durch eine neue Verordnung wurde die sogenannte Sperrzone II deutlich in Richtung Süden vergrößert. In diesem Bereich müssen Hunde zwingend an der Leine geführt werden. Spaziergänger dürfen die festen Wege im Wald und in der offenen Landschaft nicht verlassen. Nur kleinere Teile im südlichen Siegerland sowie im süd-östlichen Wittgenstein liegen in Sperrzone I. Hier sind die Regeln weniger streng.
Giller-Events
Das Gelände auf dem Giller lag bereits vor der neuen Regelung in der Sperrzone II. Für Veranstaltungen wie das anstehende Gillerbergturnfest ändert sich dadurch erst einmal nichts. Die Stadt Hilchenbach plant, die Genehmigung unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen zu erteilen.
„Die neue Allgemeinverfügung hat keinerlei neue Auswirkungen auf das Handeln der Stadt Hilchenbach.“ - Hans-Jürgen Klein, Pressesprecher Stadt Hilchenbach, im Gespräch mit Radio Siegen
Termin-Fragen
Die Ausweitung der Regeln kurz nach dem Festival KulturPur sei laut Kreisverwaltung reiner Zufall. Die Maßnahmen mussten vorab mit der EU abgestimmt werden, was erst über die Pfingsttage abgeschlossen worden sei. Da der Giller bereits vorher Sperrzone war, hätte eine frühere Veröffentlichung keine Auswirkungen auf das Festival gehabt.
„Das Festivalgelände von KulturPur liegt nach wie vor - wie schon seit Herbst 2025 - in der Sperrzone II.“ - Manuel Freudenstein, Pressestelle Kreis Siegen-Wittgenstein, im Gespräch mit Radio Siegen
Bau von Zäunen
Um die Ausbreitung der Tierseuche zu stoppen, wird der Schutzzaun rund um das Kerngebiet erweitert. Auch in den benachbarten Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz bauen die Behörden Zäune auf. Ziel ist es, den Kontakt zwischen infizierten und gesunden Tieren zu verhindern.
