
Der Weltspartag erinnert daran, Geld für die Zukunft zurückzulegen. Matthias „Matze“ Grabmüller aus Siegen nimmt das schon seit seiner Jugend ernst. Sein Ziel ist es, mit 50 Jahren nicht mehr arbeiten zu müssen und trotzdem genug Geld zum Leben zu haben. Im Interview mit Radio-Siegen-Redakteur Florian Rubens erzählt er, wie er spart, mit Pfandsammeln Geld verdient hat und warum er sich trotz seines Sparziels einiges gönnt.
Die Idee, früh für später vorzusorgen, kam ihm während seiner Ausbildung beim Wasserverband Siegen-Wittgenstein. Damals beobachtete er einen älteren Kollegen bei der Arbeit und fragte sich, wie lange er selbst körperlich noch so arbeiten könnte. Seitdem investiert er in Aktienfonds und verfolgt konsequent seinen Plan, früher in den Ruhestand zu gehen.
Pfand statt Party
Besonders einträglich war das Pfandsammeln auf Festivals und Kirmesveranstaltungen. Mit einem alten VW-Bulli sammelte Matze zeitweise so viele Dosen und Becher, dass kaum noch Platz zum Schlafen blieb. Er habe sich einmal einen Stundenlohn von 43 Euro ausgerechnet, erzählt er im Interview.
Geizig sei er deshalb aber nicht. Er gönne sich auch etwas, fahre Tesla und Wohnmobil und gehe gerne in die Spielbank – mit einem festen Limit. Für den Ruhestand hat er ebenfalls schon Ideen: Gemeinsam mit seiner Freundin, die Köchin ist, könnte er sich ein eigenes Restaurant vorstellen.
Tipps zum Sparen
Wer selbst mehr Geld zurücklegen möchte, bekommt von Matze praktische Tipps. Manchmal reicht es schon, nur die Gummis der Scheibenwischer auszutauschen, statt gleich neue Wischer zu kaufen. Auch ein Haarschnitt bei Auszubildenden kann Geld sparen. Für ihn geht es nicht nur darum, weniger auszugeben, sondern auch darum, kreativ zu werden und Dinge zu reparieren, statt sie wegzuwerfen.
