Friedensaktivist erneut vor Gericht

Im Jahr 2019 hatte der Friedensaktivist Hermann Theisen u.a. vor der Hachenberg-Kaserne in Erndtebrück Flugblätter verteilt und zum Geheimnisverrat aufgerufen. Die Geldstrafe, zu der er damals verurteilt wurde, akzeptierte er nicht. Heute wird die Revision in Siegen verhandelt.

© Bernd Müller

Weil er vor der Hachenberg-Kaserne in Erndtebrück Flugblätter verteilt und zum „Whistleblowing“ aufgerufen hatte, musste sich der Friedensaktivist Hermann Theisen Ende 2019 vor dem Amtsgericht Bad Berleburg verantworten. Heute steht er nun vor dem Landgericht Siegen. Der Mann aus Baden-Württemberg hatte im Sommer 2019 u.a. in Erndtebrück Soldaten und Zivilbeschäftigte dazu aufgefordert, öffentlich über Drohneneinsätze der US-Army zu sprechen, die von Ramstein aus durchgeführt werden. Theisen hält sie rechtsstaatlich für ein Problem und meint, die Bevölkerung müsse darüber informiert werden. Mehrere Staatsanwaltschaften sahen das anders – Theisen musste sich wegen Aufforderung zum Geheimnisverrat vor Gericht verantworten. Das Amtsgericht Bad Berleburg verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 750 Euro. Theisen legte Revision ein. Die wird heute in Siegen verhandelt.

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