
Ihr Weg ist filmreif: 1450 wurde in Holzhausen im Hickengrund eine Glocke für die dortige Kirche gegossen. Fast 500 Jahren gab sie den Dorfbewohnern den Tages-Rhythmus vor, warnte sie vor Gefahren und läutete zu ungezählten Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen. 1943 musste das Dorf seine Glocken abgeben. Die Rüstungsindustrie in Nazi-Deutschland brauchte Nachschub. Die beiden Glocken wurden letztlich nicht eingeschmolzen, aber nur eine fand direkt nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Weg zurück. Die andere blieb verschollen. In der Nähe von Porta Westfalica tauchte sie nun bei der Entwidmung einer anderen Kirche auf. Volker Dietewich holte sie im Ehrenamt zurück:
Aktuell steht die Glocke in der Kirche in Holzhausen direkt neben dem Altar. Mittelfristig dürfte sie vermutlich in den Glockenturm zurückkehren.
