
Viele freie Träger von Siegener Kindergärten bangen ums Geld. Im städtischen Haushaltsplan 2020 sind 600.000 Euro weniger für freiwillige Zahlungen der Stadt an die Kita-Träger eingeplant. Das sorgte gestern im Jugendhilfeausschuss für Aufregung: UWG, SPD und Linke hatten beantragt, die Kürzung zu streichen. Ohne die finanzielle Unterstützung seien viele Kita-Träger nicht überlebensfähig, so die Begründung der Antragssteller. Im schlimmsten Fall drohe eine Rückgabe der Trägerschaften an die Stadt. Die Verwaltung widersprach: Es sei nicht der Plan, die KiTas im Regen stehen zu lassen, aber gerade große Träger seien in der Lage, mehr Kosten als bisher aus eigenen Mitteln zu stemmen, so Sozialdezernent André Schmidt. Am Ende einigte man sich darauf, dass die Stadt bis zum nächsten Haupt- und Finanzausschuss detaillierte Zahlen vorlegen soll, um dann eine endgültige Entscheidung zu treffen. Der Ausschuss tagt Mitte Februar das nächste Mal.