
Wer in diesem Sommer ins Freibad geht, der hat viel Platz: die Besucherzahlen in den Freibädern in Siegen-Wittgenstein liegen bislang weit hinter denen früherer Jahre. Das hängt mit der Corona-Pandemie und dem wechselhaften und teils kühlen Wetter zusammen. In Geisweid, Kaan-Marienborn, Neunkirchen oder Bad Laasphe gibt es Rückgänge bis 70 Prozent. Die Badbetreiber loben die Besucher: die meisten würden sich an Abstands- und Hygieneregeln halten. Zum Teil müssen Eintrittskarten vorher online gekauft werden. Sprungtürme und Rutschen bleiben gesperrt. Es darf sich immer nur eine bestimmte Personenzahl auf dem Gelände bzw. im Wasser aufhalten. Die Bad Laaspher Stadtverwaltung freut sich, dass Freibadbesucher teils lange Anfahrtwege in Kauf nehmen: es kämen sogar Badegäste aus dem hessischen Frankenberg. Ähnliches weiß Maren Königsberg von der Stadt Siegen zu berichten: weil in Siegen die Warmwasserbäder schon im Mai aufgemacht haben, kamen Besucher von weit her - z. B. aus Baden-Württemberg. Unter anderem sei eine Gruppe von Synchronschwimmern zum Training 300 Kilometer nach Geisweid angereist.