
Könnte die Route 57 noch gebaut werden, wenn Siegen-Wittgenstein einen Nationalpark entlang des Rothaarkamms bekäme? Dürften in diesem Bereich noch Windräder gebaut werden? Welchen Abstand müssten Industrie-Unternehmen wahren? - Das sind naheliegende Fragen. Bevor die Politik über einen Nationalpark bei uns abstimmt, sollen sie und weitere Fragen verbindlich beantwortet werden. Ihr könnt sie ab sofort an den Kreis stellen. Per Mail an nationalpark@siegen-wittgenstein.de. Den Auftrag zu diesem Bürgerbeteiligungsverfahren hatte der Kreistag der Verwaltung von Landrat Andreas Müller vor ein paar Wochen erteilt. Müller selbst sieht nur dann eine Chance für einen Nationalpark, wenn sich nicht nur die Politik, sondern auch die Menschen in der Region mehrheitlich hinter ihn stellen würden.
Er selbst verweist allerdings darauf, dass unsere Region seit 2.500 Jahren industriell genutzt werde und trotzdem der waldreichste Kreis in Deutschland sei. Wirtschaftlicher Erfolg und Bewahrung der Natur stellten also keine Gegensätze dar. Im Gegenteil: Ein Nationalpark könnte ein weiteres wirtschaftliches Standbein der Region werden.