
Das Gebäude überstand als eines von wenigen jüdischen Gotteshäusern in Nordrhein-Westfalen die Novemberpogrome 1938 – jetzt kehrt in die ehemalige Synagoge in Bad Laasphe neues Leben ein. Die NRW-Stiftung leistet zu dem Projekt des Bad Laaspher Freundeskreises christlich-jüdische Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag. Sie fördert die Sanierung und Einrichtung des Gebäudes mit bis zu 150 000 Euro. Karl Peter Brendel vom Vorstand der NRW-Stiftung überreichte bei einem Termin in Bad Laasphe am heutigen Mittwoch die Förderurkunde an Jochen Menn, den 1. Vorsitzenden des Freundeskreises.
15 Jahre Leerstand
Das Haus in der Mauerstraße, das nach der Verwüstung durch die Nazis Wohnungen und eine Schlosserwerkstatt beherbergte, stand zuletzt mehr als 15 Jahre lang leer. Das soll sich ändern: Der Freundeskreis plant hier einen Begegnungs- und Lernort und ein Zentrum seiner Vereinsaktivitäten. „Der Verein engagiert sich seit vielen Jahren in herausragender Weise für Bad Laasphe“, betonte Karl Peter Brendel. „Er erinnert an die einst reiche jüdische Kultur in der Region und an die Verbrechen der NS-Zeit. Die Ehemalige Synagoge ist ein einzigartiges Zeugnis der Geschichte und damit der richtige Mittelpunkt für die Aktivitäten des Freundeskreises.“
3 500 Projekte gefördert
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 rund 3.500 Natur- und Kulturprojekte mit über 300 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden.