
Er hatte im Sommer an verschiedenen Bundeswehrstützpunkten Flugblätter verteilt und darin Soldaten aufgefordert, Dienstgeheimnisse zu verraten. Heute ist der Friedensaktivist Hermann Theisen aus Heidelberg vor dem Amtsgericht Bad Berleburg zu einer Geldstrafe von 750 Euro verurteilt worden. Theisen hatte auch vor der Hachenberg-Kaserne in Erndtebrück gestanden. Seine Aktion hatte er damit begründet, die Bundesregierung unternehme zu wenig, um die Nutzung von US-Militärstützpunkten in Deutschland für völkerrechtswidrige Drohneneinsätze zu beenden. Verurteilt wurde er heute nicht wegen des Aufrufs, der in seinem Flyer stand, sondern wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Theisen will gegen das Urteil aber Revision einlegen. Schon seit 30 Jahren steht er wegen verschiedener Flugblattaktionen immer wieder im Fokus der Justiz. In den allermeisten der inzwischen über 25 Strafverfahren wurde er aber spätestens in der Revisionsinstanz freigesprochen.